Seriös, souverän, ungefährdet: Durch einen 3:1-Auswärtssieg beim SV Mölkau haben sich die Engelsdorfer den Einzug ins Stadtpokal-Viertelfinale gesichert. Dank einer konzentrierten Vorstellung ließ man vom Anpfiff weg keine Zweifel aufkommen und konnte sich somit für das Aus im Februar an gleicher Stelle erfolgreich revanchieren. Trotz erneut dünner Personaldecke blieb man auch im sechsten Pflichtspiel in Folge siegreich und überwintert damit im Wettbewerb.

Mit vier Veränderungen zum Sieg in Leutzsch ging’s beim Nachbarn zu Werke. Fleischer hütete für Kittel das Tor, Haller rutschte für den angeschlagenen und diesmal geschonten John in die Innenverteidigung, Wolf begann hinten rechts für Koenigs und Brandenburger startete für AH-Knipser Sorgatz an vorderster Front. Das erste Ausrufezeichen setzte Alex Jacobi per Distanzschuss bereits nach kurzer Spielzeit. Den favorisierten Lok-Kickern war sofort anzumerken, dass hier und heute nichts schief gehen sollte und ein erneutes Achtelfinalaus nicht zur Debatte stand. Mit der nötigen Geduld wurden immer wieder Lücken im dichten Defensivverbund der Heimelf gesucht, auch wenn sich das in der Anfangsphase durchaus knifflig gestaltete.

Die Mölkauer verteidigten gewohnt kompromisslos und konnten so die erste halbe Stunde unbeschadet überstehen. Die Engelsdorfer mühten sich redlich, P. Jacobi und Haller sowie die beiden Außenverteidiger Wolf und Thümmler kurbelten immer wieder energisch im Vorwärtsgang mit an. Um in Führung zu gehen, bedurfte es allerdings einer Standardsituation. Alex Jacobi wurde im Strafraum unsanft gestoppt, der fällige Elfmeterpfiff vom unauffälligen wie guten Schiedsrichter Biljesko ertönte umgehend. Brandenburger fühlte sich berufen und versenkte zur nicht unverdienten Führung vom Punkt (33.).

Das Tor tat dem Spiel der Lok-Kicker sichtlich gut. In den verbleibenden zehn Minuten bis zum Pausenpfiff stiegen sie nochmal ordentlich aufs Gaspedal und sorgten somit noch vorm Seitenwechsel für klare Verhältnisse. In Folge eines Eckballs von Kapitän Weichert, landete die Kugel an der Strafraumkante vor den Füßen von Schindler. Ohne lang zu Fackeln zog dieser ab und bugsierte das Leder per Flachschuss zum 0:2 ins Netz (44.). Und es sollte noch besser kommen. Nach einem Ballverlust des Mölkauer Spielführers in der eigenen Hälfte, bediente Alex Jacobi den von rechts einlaufenden Seidel, der direkt Maß nahm und überlegt den dritten Treffer markierte - 0:3 (45.+1).

Denkbar ungünstig aus Engelsdorfer Sicht ging’s nach dem Wechsel weiter. Ein Missverständnis ebnete dem eingewechselten Flor die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, welche er aus knapp 30 Metern per cleverem Flachschuss auch nutzen konnte (47.). Trotz des schnellen Gegentores blieben die Gäste weiterhin Chef im Ring, wenngleich die Hausherren in der Folgezeit durchaus gleichwertig agierten. Klare Tormöglichkeiten blieben allerdings eher Mangelware, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. Ein vorbei rauschender Kopfball des aufgerückten Haller nach Brandenburger-Eingabe bildete da schon die Ausnahme.

Clever und routiniert spulte der Favorit die Partie ab und hatte in der Schlussphase noch zwei gute Gelegenheiten, das Ergebnis aufzustocken. Zunächst war Schindler nach Pass von Alex Jacobi etwas zu uneigennützig vorm SVM-Tor, wenig später wurde einem abgefälschten Treffer der Nummer 14 wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. Somit blieb es bei einem letztlich auch in dieser Höhe verdienten 3:1-Erfolg der Engelsdorfer, die nun ihrerseits gespannt in Richtung Viertelfinal-Auslosung blicken können.

Den Schlussakt der letzten englischen Woche des Jahres 2018 bildet am kommenden Samstag die Heimpartie gegen den SV Brehmer Leipzig. Anpfiff zum gleichzeitig letzten Heimspiel vor der Winterpause ist wie gewohnt 14 Uhr. mw

Engelsdorf: Fleischer - Wolf, P. Jacobi, Haller, Thümmler - Schindler - Möchen (65. Egermaier), Weichert (C), A. Jacobi (85. Kreitz), Seidel (71. Jama) - Brandenburger

Tore: 0:1 Brandenburger (33., FE), 0:2 Schindler (44.), 0:3 Seidel (45.+1), 1:3 Flor (47.)

Schiedsrichter: Dominic Biljesko
Assistenten: Ronny Manhique, Kamiel Azar

Zuschauer: 50

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