Dank einer konzentrierten Vorstellung haben die Engelsdorfer Saisonsieg Nummer drei eingefahren. Gegen die Gäste von Eintracht Leipzig-Süd hieß es am Ende verdientermaßen 4:0, was gleichzeitig den höchsten Erfolg in dieser Spielzeit darstellt. Mit nun neun Punkten ist der Anschluss Richtung Tabellenmittelfeld hergestellt. In den kommenden Wochen warten nun absolut richtungsweisende Duelle auf die Lok-Kicker, auf die, nach der sonntäglichen Vorstellung, optimistisch geblickt werden darf.

 
Die taktische Ausrichtung der Heimelf bereitete den Gästen vom Anpfiff weg sichtbare Schwierigkeiten. Gut gestaffelt, wurden immer wieder die entscheidenden Zweikämpfe geführt und auch gewonnen, blitzschnell ging die Post in Richtung ELS-Tor ab. So hatte Hacker nach wenigen Minuten bereits die erste richtig gute Gelegenheit, scheiterte nach Pass von Brandenburger im direkten Duell mit dem Gästehüter jedoch noch.
 
Sehenswerte Kombinationen über beide Außenbahnen rissen die Defensive der Rom-Elf immer wieder auseinander. Die Genauigkeit beim letzten, entscheidenden Pass verhinderte jedoch weiterhin eine längst verdiente Engelsdorfer Führung. Der Tabellensechste von der Südkampfbahn tauchte nur höchst selten vorm Lok-Gehäuse auf. Keeper Röthling verbrachte alles in allem einen eher ruhigen Nachmittag.
 
Kurz vor der Pause setzte zuerst Weichert einen Freistoß knapp drüber, kurz darauf dezimierten sich die Gäste in Person von Lumpitzsch dann selbst. Zwei taktische Foulspiele ließen dem souveränen Unparteiischen Wilhelm keine andere Wahl, gelb-rot bedeutete fortan eine numerische Überzahl der Gastgeber.
 
Und diese wussten sie direkt nach Wiederbeginn zu nutzen. Brandenburger schickte im zweiten Versuch „Windhund“ Arnhold ins Rennen, allein vor Schneider blieb dieser cool und erzielte den Führungstreffer (47.). Als keine zehn Minuten im Anschluss Hacker per erstem Saisontor das 2:0 erzielen konnte (55.), deutete sich mindestens an, in welche Richtung die Partie letztlich kippen sollte. Passgeber war erneut Brandenburger, nachdem er selbst am Aluminium scheiterte und anschließend den besser postierten Nebenmann fand.
 
Mehr als zwei Fernschüsse, bei denen sich Röthling auf dem Posten zeigte, hatten die dezimierten Gäste nicht mehr zu bieten. Zugegeben, es war ein durchaus gebrauchter Nachmittag für die ELS-Jungs. Die Lok-Kicker wissen selbst nur allzu gut, wie sich das anfühlt, teilten sie dieses Schicksal im laufenden Spieljahr doch selbst oft genug.
 
Doch nicht an diesem Sonntag, an dem endlich mal alles anders lief. Beim dritten Treffer startete Jacobi nach Brandenburger-Pass in die Tiefe durch und spielte punktgenau zum mitgelaufenen Wolf rüber, der wenig Mühe hatte zu vollstrecken (79.). Bei Distanzversuchen von Hacker und Weichert lag ein vierter Treffer bereits in der Luft, den ELS-Schlussmann jeweils in klasse Manier noch verhindern konnte. Beim zweiten Arnhold-Tor, vorbereitet durch Jama und Brandenburger, war er dann allerdings machtlos (89.).
 
Am kommenden Samstag geht es für die Engelsdorfer in Leutzsch weiter. Beim TuS wird’s Zeit, dass auch auswärts endlich mal was Zählbares rausspringt. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Schindler, Nöllner, Weichert (C), Wolf (83. Jama) - Koenigs, Jacobi - Möchen (46. Thümmler), Hacker, Arnhold - Brandenburger
 
Tore: 1:0 Arnhold (47.), 2:0 Hacker (55.), 3:0 Wolf (79.), 4:0 Arnhold (89.)
 
Schiedsrichter: Christian Wilhelm
Assistenten: Jean-Pierre Straßburg, Johannes-Philipp Gosch
 
Zuschauer: 30

Nach oben