Bärenstarke Kollektivleistung! Trotz des Fehlens zahlreicher Leistungsträger, haben die Engelsdorfer in Schkeuditz den zweiten Saisonsieg eingefahren. Mit einer engagierten Vorstellung sicherten sich die Schützlinge von Mißlitz/Kühne drei jederzeit verdiente Zähler und konnten somit ihr Punktekonto endlich mal wieder dreifach aufbessern.

Ohne Reiche, die Jacobi-Brüder, Friebel, Alrajab und auch Seidel, starteten die Lok-Kicker reichlich durchgewirbelt nahe des Flughafens ihre zweite Auswärtsmission der Saison. Wolf, Thümmler, Möchen und Penno standen im Vergleich zur Vorwoche in der Startelf, zudem ging’s auch taktisch etwas verändert zu Werke.

Ballsicher und mit der nötigen Ruhe traten die Gäste von Anfang an auf, ohne nicht auch immer wieder offensiv gefährlich zu werden. Ein erstes Achtungszeichen setzte Weichert, dessen Distanzschuss nur knapp sein Ziel verfehlte. Auch Möchen - diesmal über rechts offensiv unterwegs - fehlte es bei zwei verheißungsvollen Situationen etwas am nötigen Feintuning. Penno auf links reihte sich nahtlos ins taktische Korsett mit ein, machte zudem ordentlich “Meter“.

Bis zum Führungstreffer dauerte es dann bis Mitte der ersten Hälfte. Weichert schickte Brandenburger ins Rennen, der auf dem Weg von seinem Bewacher aus eben jenem geräumt wurde. Freistoß aus rund 20 Metern, halbrechte Position. Wie gemalt für einen Linksfuß. Tänzer lief an und donnerte die Pille regelrecht ins linke, obere Eck - 0:1 (26.)! Klasse Tor! Doch damit nicht genug. Nachdem Möchen von Brandenburger in Szene gesetzt wurde, suchte er im Zentrum den mitgelaufenen Koenigs. Dieser luchste den uneinigen Eintracht-Verteidigern die Kugel ab, umkurvte Schlussmann Frontzeck und schob zum zweiten Lok-Treffer ein (33.).

Defensiv stand man bis zum Pausenpfiff weiterhin sehr konzentriert. John und Tänzer organisierten gemeinsam mit Keeper Kittel umsichtig, Thümmler und Wolf machten ihre Sache ebenfalls sehr gut. Mit einer Zwei-Tore-Gästeführung ging’s in die Kabinen.

Aus dieser kamen die Hausherren nun etwas schwungvoller zurück. Ein zweiter Angreifer wurde ins Spiel geschickt, wirklich gefährliche Aktionen hatten die Schkeuditzer, trotz anfangs etwas unsortierten Engelsdorfern, allerdings nicht zu verzeichnen.

Nach rund 15 Minuten hatten die Lok-Kicker die Partie dann wieder weitestgehend unter Kontrolle. Jama kam für den ausgepumpten Penno in die Partie und bildete fortan gemeinsam mit Brandenburger das Sturmduo. Sofort hellwach, fügte er sich bestens ein und lieferte eine starke Vorstellung ab. Angetrieben von Koenigs, dem nimmermüden Schindler und ihrem Kapitän, gelang es den Gästen immer wieder, sich sehenswert in Richtung Eintracht-Tor zu kombinieren. Ein weiterer Treffer gelang zunächst jedoch nicht, auch wenn es nach Foul an Koenigs im Sechzehner dringend Elfmeter hätte geben müssen.

So hielt die solide Führung bis in die Nachspielzeit hinein, doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Dieses war Benni Fleischer - normalerweise als Keeper unterwegs - vorbehalten. Auf Grund des Personalmangels rund zehn Minuten vor Ende als Sturmspitze aufgeboten, musste er nach sensationeller Vorarbeit von Jama und Koenigs nur noch den Fuß hinhalten (90.+2). Nach dem 0:3 ertönte dann auch direkt der Schlusspfiff, der erste Auswärtssieg der Engelsdorfer war unter großem Jubel verdientermaßen eingetütet. So kann’s definitiv weiter gehen!

Ohne große Verschnaufpause sind die Lok-Kicker am kommenden Mittwoch schon wieder gefordert. Beim LSV Südwest wird am Tag der Deutschen Einheit die Partie des 2. Spieltags nachgeholt. Anpfiff auf der Karl-Siegmeier-Sportanlage am Fuße der Radrennbahn ist 15 Uhr. mw

Engelsdorf: Kittel - Wolf, John, Tänzer, Thümmler - Koenigs, Schindler - Möchen (82. Fleischer), Weichert (C), Penno (67. Jama) - Brandenburger

Tore: 0:1 Tänzer (26.), 0:2 Koenigs (33.), 0:3 Fleischer (90.+2)

Schiedsrichter: Axel Bitterlich
Assistenten: Martin Bernd Tschentscher, Susann Hänsel

Zuschauer: 35

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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