2:3 in Gohlis: Mit diesem ernüchternden Ergebnis endete die erste Auswärtspartie der Engelsdorfer in diesem Spieljahr. Parallelen zum Remis gegen die Spielvereinigung Leipzig eine Woche zuvor waren dabei absolut unübersehbar. Nach erneut starker Anfangsphase verlor man mit fortlaufender Spielzeit die Linie und lud einen durchschnittlichen Gegner regelrecht zum Toreschießen ein.

Neben Reiche (krank) fehlte diesmal auch Tänzer (Urlaub) aus der etatmäßigen Abwehrreihe. Patrick Jacobi war dagegen wieder dabei, ihm zur Seite standen Friebel und Thümmler. Druckvoll begannen die Gäste und erspielten sich in der ersten Viertelstunde Chancen fast im Minutentakt. Scheiterten Alex Jacobi und Kapitän Weichert zunächst noch mit ihren Versuchen, so machten es beide wenig später im Duett besser. Von P. Jacobi initiiert, kombinierten sie sich durch die Gohliser Abwehrreihe und sorgten somit für die frühe und verdiente Führung (8.).

John und Seidel per Flugkopfball sowie Distanzschuss hatten ebenfalls gute Möglichkeiten. Der Ball zirkulierte sehenswert und immer wieder zielführend durch die Reihen der Lok-Kicker. Auch das Flügelspiel mit Koenigs rechts und Alrajab links lief sehr flüssig.

Warum nach knapp einer halben Stunde erneut ein bis dahin harmloser Gegner durch eigene, individuelle Fehler stark gemacht wurde, ist nur schwer nachzuvollziehen. Mit dem ersten einigermaßen genauen Diagonalball wurden die Lok-Kicker ausgehebelt, Stieding hatte wenig Mühe, vorm chancenlosen Kittel einzuschieben (34.). Und es kam noch schlimmer: Nur fünf Minuten später konterten die Hausherren nach Belieben drauf los, Saged-Roman Ahmadi musste nach guter Vorarbeit vom
quirligen Duc Duy Nguyen nur noch den Fuß hinhalten (39.).

Dass die Moral der Mißlitz/Kühne-Elf jedoch intakt ist, bewies sie nur zwei Zeigerumdrehungen später. Weichert schickte wiederum Alex Jacobi auf die Reise, der sich bis in den Sechzehner durchtankte. Ein direkt folgendes Missverständnis zweier MoGoNo-Akteure nutzte Weichert aus, ging bis zur Grundlinie und flankte die Kugel auf den im Zentrum lauernden Brandenburger, der zum 2:2 vollendete (41.). Kurz darauf ertönte der Halbzeitpfiff.

Nach dem Seitenwechsel ging es temporeich weiter. Klare Torchancen blieben allerdings zunächst aus, wenngleich die Gastgeber nun etwas dominanter auftraten. Die Lok-Elf reagierte meist nur statt selbst wieder öfter die Initiative zu ergreifen.
Stattdessen stolperte man von einer Verlegenheit in die nächste. Das Stilmittel lange Bälle bereitete weiterhin große Probleme. So dauerte es auch nicht lange, bis die Gohliser zum dritten Mal - erneut durch Angreifer Ahmadi - damit erfolgreich waren (65.). Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wären wenig später alle Messen bereits vorzeitig gesungen gewesen. Sowohl Kittel als auch Gohliser Unvermögen verhinderten einen vorzeitigen K.O. der Engelsdorfer.

Dadurch blieben die Gäste bis in die Schlussphase hinein weiterhin im Spiel. Leider gelang es trotz druckvoller Schlussoffensive nicht mehr, einen sicherlich nicht unverdienten Ausgleich herbei zu führen. MoGoNo-Keeper Struck ließ sich nicht überwinden, zudem wurde allzu oft der besser postierte Nebenmann nicht gefunden.

Somit blieb es bei einer mehr als unnötigen Niederlage, so dass der Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen definitiv nicht zufriedenstellend bewertet werden kann. Trotz aller Enttäuschung bleibt festzustellen: Es kann nur besser werden! Die nächste Chance dazu bietet sich am kommenden Samstag, wenn es um 14 Uhr gegen den Aufsteiger SV Panitzsch/Borsdorf geht. mw

Engelsdorf: Kittel - Thümmler (46. Möchen), P. Jacobi, Friebel - Koenigs (81. Penno), Seidel, John, Alrajab (66. Wolf) - A. Jacobi, Weichert (C), Brandenburger

Tore: 0:1 A. Jacobi (8.), 1:1 Stieding (34.), 2:1 Saged-Roman Ahmadi (39.), 2:2 Brandenburger (41.), 3:2 Saged-Roman Ahmadi (65.)

Schiedsrichter: Florian Stracke
Assistenten: Fabien Bischof, Tim Müller

Zuschauer: 64

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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