Chancenplus und doch (wieder) verloren - Engelsdorfer müssen 1:2 am Airport einstecken
 
Trotz bester Möglichkeiten setzte es für die Lok-Kicker die fünfte Niederlage im sechsten Saisonspiel. Bei der Schkeuditzer Eintracht stand am Ende eine knappe 1:2-Pleite zu Buche, die, gemessen an den eigenen Tormöglichkeiten, mehr als unnötig war. Selbst Akteure der Heimelf sprachen nach dem Spiel von einem ziemlich glücklichen Heimerfolg ihrerseits, was den Engelsdorfern jedoch null Komma null weiter hilft. Es müssen Punkte her und zwar schleunigst.
 
Die erste Hälfte war im Grunde ziemlich ausgeglichen. Die erste gute Gelegenheit hatte Möchen nach Zuspiel von Weichert auf dem Fuß, leider erreichte der finale Pass den einschussbereiten Brandenburger nicht. Die Gastgeber waren vornehmlich nach Standards gefährlich, zweimal klatschte das Leder dabei ans obere Lok-Gebälk. Ansonsten neutralisierte man sich weitestgehend, wobei Möchen und vor allem John nach klasse Schindler-Flanke richtig dicke Dinger liegen ließen. Somit ging’s torlos in die Pause.
 
Nach dieser passierte das, was so so oft in den letzten Wochen und auch Monaten passierte. Keine fünf Minuten waren gespielt, das zappelte der Ball im Netz. Leider nicht im gegnerischen sondern wieder mal im eigenen. Einen unnötig fabrizierten Freistoß aus knapp 20 Metern nutzte SC-Kapitän Schröder nicht ganz unhaltbar zum Führungstreffer für sein Team (48.). Acht Minuten später kam’s noch dicker, als Wild nach Engelsdorfer Ballverlust im Vorwärtsgang den sich daraus ergebenen Konter zum 2:0 nutzen konnte (56.).
 
Kurz darauf schickte Weichert Sturmspitze Brandenburger allein gen Eintracht-Tor, leider blieb die schnelle Antwort auf den Zwei-Tore-Rückstand aus. Nach Pass von John wurschtelte sich Möchen im Strafraum durch und brachte die Kugel irgendwie zu Brandenburger, der diesmal humorlos einlochen konnte - 1:2 (67.). Da die Lok-Kicker nun natürlich noch mehr Risiko gehen mussten, ergaben sich zwangsläufig mehr Räume für die Heimelf. Zweimal wurde es dabei gefährlich, Röthling klärte jeweils großartig und verhinderte somit eine Vorentscheidung.
 
Wenige Minuten vorm Ende war es wieder das Duell Brandenburger gegen Eintracht-Keeper Prall, welches der Schlussmann zum wiederholten Male aus Nahdistanz für sich entscheiden konnte und somit letztlich den Dreier für die Schwarz-Gelben sicherte. Ein Punkt wäre das Minimum aus Sicht der Engelsdorfer gewesen, gemessen an den Möglichkeiten musste eigentlich sogar noch mehr rausspringen. Am Ende blieb wieder nur der Frust ob der verpassten Chance, sich etwas Luft im Abstiegskampf - in dem man sich ohne wenn und aber aktuell befindet - zu verschaffen.
 
Doch Bange machen gilt natürlich nicht. Im Heimspiel kommenden Samstag gibt’s die nächste Gelegenheit es besser zu machen. Zu Gast ist dann der aktuelle Tabellenzweite SV Lindenau 1848. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Schindler, Weichert (C), Nöllner, Thümmler (89. Jama) - John - Möchen (84. Penno), Hacker, John, Wolf (46. Arnhold) - Brandenburger
 
Tore: 1:0 Schröder (48.), 2:0 Wild (56.), 2:1 Brandenburger (67.)
 
Schiedsrichter: Stefan Weicker
Assistenten: Oliver Metz, Oliver Fuchs
 
Zuschauer: 50

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