Mit einem 8:2-Kantersieg bei der SpVgg Leipzig 1899 verabschiedeten sich die Engelsdorfer aus dem Stadtliga-Spieljahr 2018/2019. Dadurch ging es in der Tabelle nochmal um zwei Plätze nach oben, so dass am Ende Rang sieben zu Buche steht. Nach der mageren Rückrunde, zuletzt jedoch drei Siegen am Stück, konnte zumindest etwas verloren gegangener Boden gut gemacht und ein einigermaßen versöhnlicher Abschluss der Saison gefeiert werden.

 
Vom Anpfiff weg kannte die Partie im Grunde nur eine Richtung. Dafür, dass es für die Hausherren um alles, sprich den Klassenverbleib, und die Lok-Kicker um nicht mehr wirklich viel ging, war dieser Spielverlauf sowie speziell die Einstellung der Gastgeber nicht unbedingt so zu erwarten. Ein Punkt hätte der Spielvereinigung zur Rettung gereicht, von dem die Truppe allerdings über die komplette Spielzeit meilenweit entfernt war.
 
Bereits früh stellten die Gäste die Weichen auf Sieg, siebten dabei sogar noch ziemlich großzügig mit den eigenen Einschussmöglichkeiten. Alex Jacobi eröffnete nach Zusammenspiel mit Brandenburger den Torreigen (8.). Dessen Bruder Patrick legte nach Eckball von Weichert per sehenswerter Direktabnahme in seinem letzten Spiel nach (17.). Youngster Hacker nach klasse Einzelleistung von Kaden (30.) sowie Brandenburger auf Vorarbeit von Koenigs (37.) schossen bereits vorm Seitenwechsel eine komfortable Führung heraus, auch wenn SpVgg-Knipser Amborn in Minute 44 etwas überraschend auf 1:4 verkürzen konnte.
 
Die zweite Hälfte brauchte etwas mehr Anlauf als die erste. Die Anfangsphase gehörte dabei eher der Genthe-Elf, das 2:4 aus spitzem Winkel, wiederum durch Amborn, war Lohn für die gute Periode nach Wiederbeginn. Danach war es allerdings vorbei mit der Herrlichkeit seitens der Heimelf. Vielmehr brach es nun endgültig über sie herein, wenngleich die Engelsdorfer ein noch viel deutlicheres Endresultat versäumten und es einstellig beließen.
 
Alex Jacobi, per Doppelpack nach Pass vom eingewechselten Penno (71.) sowie vom ebenfalls ins Spiel gekommenen Wolf (82.), erhöhte auf 6:2. Koenigs nutzte einen feinen Pass von Tänzer per Solo zu Treffer Nummer sieben (84.), Brandenburger schraubte per 18. Saisontreffer das Ergebnis letztendlich auf 8:2 in die Höhe (86.).
 
Pünktlich pfiff der souveräne Unparteiische Posselt die Partie ab, nach der dann auch fest stand, dass die Hausherren nach nur einem Jahr den Gang zurück in die Stadtklasse antreten müssen. Lipsia Eutritzsch II konnte sich mit einem 3:2-Sieg gegen Eintracht Süd tatsächlich am letzten Spieltag noch retten und Dank der besseren Tordifferenz an der Spielvereinigung vorbei ziehen. Neben ihr muss auch der SV Brehmer im nächsten Spieljahr eine Etage tiefer antreten.
 
Oben war dagegen bereits frühzeitig alles klar. Der verdiente Meister SV Tapfer, dem auf diesem Weg nochmal zu einer wirklich starken Runde gratuliert werden darf, untermauerte mit einem 4:2-Erfolg bei Chemie II seine diesjährige Dominanz und steigt letztlich mit 14 Punkten Vorsprung vor den Grün-Weißen in die Landesklasse Nord auf. Am kommenden Wochenende hat die Elf von Marcus Wittmann zudem die Chance - wiederum gegen die Leutzscher - das Double mit dem Pokalsieg perfekt zu machen.
 
Die Lok-Kicker verabschieden sich indes gen Sommerpause und melden sich wie gewohnt pünktlich mit den heißesten News im Juli zurück! mw
 
Engelsdorf: Kittel - Schindler (75. Tänzer), P. Jacobi, Weichert (C), Kaden - John (63. Wolf) - Möchen, Hacker (59. Penno), A. Jacobi, Koenigs - Brandenburger
 
Tore: 0:1 A. Jacobi (8.), 0:2 P. Jacobi (17.), 0:3 Hacker (30.), 0:4 Brandenburger (37.), 1:4 Amborn (44.), 2:4 Amborn (65.), 2:5 A. Jacobi (71.), 2:6 A. Jacobi (82.), 2:7 Koenigs (84.), 2:8 Brandenburger (86.)
 
Schiedsrichter: Paul Posselt
Assistenten: Jonas Seifert, Oliver Metz
 
Zuschauer: 26

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