Mit einer 0:4-Niederlage endete der zweite Saisonauftritt der Mißlitz/Kühne-Elf am vergangenen Samstag. Gegen die Reserve der BSG Chemie Leipzig musste man somit nach dem Auftaktsieg gegen Zwenkau II die erste Niederlage einstecken, die unterm Strich leider auch verdient war.

Die mit vier Oberliga-Kickern in der Startelf beginnenden Leutzscher übernahmen vom Anpfiff weg die Spielkontrolle, was angesichts der Umstände nicht weiter überraschte. Seitens der Lok-Kicker fehlten hingegen gleich eine Hand voll Stammspieler - auch ein Grund, weshalb es an diesem Tag leider nicht für eine dritte Überraschung gegen die Grün-Weißen reichen sollte.

Nichtsdestotrotz präsentierten sich die Hausherren durchaus diszipliniert gegen den Favoriten, dem anfangs nicht allzu viel einfiel. Eine erste gute Torchance vereitelte Schindler in letzter Minute vorm einschussbereiten Kirstein. Wenig später kam John nach Freistoß von Weichert einen Schritt zu spät, um vom Patzer des BSG-Keepers zu profitieren. Bei Tänzers Versuch aus der Ferne zeigte er sich dagegen auf dem Posten. Ansonsten waren Engelsdorfer Angriffsbemühungen eher rar gesät. Alex Jacobi und der junge Penno mühten sich an vorderster Front zwar redlich, sie hatten gegen die ausgebufften Oberliga-Kicker allerdings erwartungsgemäß einen schweren Stand.

Die Gäste ließen den Ball weiter gefällig laufen und kamen wenige Minuten vorm Pausenpfiff doch noch zum Führungstreffer. Einen Ballverlust der Lok-Kicker nutzte der blitzschnelle Kirstein aus, um den mitgelaufenen Peters vorm Tor zu bedienen, welcher nur noch einschieben musste (39.).

Auch nach dem Wechsel änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Lok-Schlussmann Kittel rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens, als er ein ums andere Mal gegen die beiden auffälligsten Akteure auf dem Feld, Kirstein und Jawneh, in teils großer Manier Gegentreffer verhindern musste. Ebenso Schindler, der zweimal in höchster Not alles geben musste. In der 63. Minute war Kittel dann allerdings machtlos, als Jawneh einen Eckball mutterseelenallein zum 0:2 per Kopf versenken durfte (63.).

Zehn Minuten vor dem Ende besaßen die Engelsdorfer dann ihre einzige Möglichkeit in Halbzeit zwei auf einen Treffer. Nach Foul an John trat der Lok-Kapitän zum fälligen Strafstoß an, Raschdorf ahnte jedoch die Ecke und entschärfte somit erfolgreich. Der angeschlagene John musste zudem verletzt vom Feld. Bleibt zu hoffen, das dieser nicht länger ausfallen wird.

Leider erwischte es die Gastgeber in den letzten Minuten noch zweimal. Knoth per Kopf nach Ecke (88.) und Kirstein nach schnellem Gegenstoß (90.) stellten den Endstand her, so dass die unter allen genannten Umständen keineswegs schlechte Leistung doch noch etwas unnötig geschmälert wurde.

Weiter geht’s am kommenden Samstag mit dem dritten Heimspiel in Folge. Ab 14 Uhr ist Aufsteiger SpVgg Leipzig 1899 zu Gast an der Hans-Weigel-Straße. mw

Engelsdorf: Kittel - Wolf, Tänzer, Friebel - Seidel, John (84. Jama), Schindler, Möchen - Weichert (C) - Penno, A. Jacobi

Tore: 0:1 Peters (39.), 0:2 Jawneh (63.), 0:3 Knoth (88.), 0:4 Kirstein (90.)

Schiedsrichter: René Eichner
Assistenten: Thomas Blaskiewitz, Oliver Fuchs

Zuschauer: 50

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