Am Tag der Abschiede und dem gleichzeitig letzten Auftritt vor eigenem Publikum in dieser Saison, konnten die Lok-Kicker nochmal einen Heimsieg feiern. 5:2 hieß es nach Schlusspfiff gegen die Gäste von Eintracht Süd, womit nach dem 5:3-Erfolg beim SV Brehmer vorm Pfingstwochenende der zweite Sieg in Folge gelang.
 
Bevor es jedoch los ging, wurden Patrick Jacobi, Sascha Seidel und Tommy Reiche vom Vorstand, dem Trainerteam sowie der Mannschaft verabschiedet. Die drei Haudegen hängen bekanntlich die Schuhe an den Nagel und liefen allesamt ein letztes Mal im Lok-Dress auf. Auch auf diesem Wege nochmal vielen Dank für die - vor allem - vergangenen vier sehr erfolgreichen Jahre, in denen sie großen Anteil am Neuaufbau der Mannschaft hatten. Selbstverständlich sind alle drei auch zukünftig gern gesehene Gäste.
 
Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine ansehnliche und muntere Partie. Da auch ELS vor hatte Fußball zu spielen, ging es flüssig und zackig hin und her. Die ersten guten Gelegenheiten hatten hierbei die Gäste. Vor allem ihr treffsicherster Angreifer, Patrick John, hatte einige Male die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung auf dem Schlappen, vergab diese jedoch jeweils. Doch auch die Hausherren kamen ein ums andere Mal gefährlich vors Tor, auch hier fehlte zunächst noch die nötige Abgezocktheit.
 
Nach knapp einer halbe Stunde landete der Ball nach Weichert-Ecke vor den Füßen von Kaden, dessen abgeblockter Versuch wiederum bei Alex Jacobi, der leicht abgefälscht zum 1:0 einlochte (29.). Nachdem Brandenburger nach klasse Spielzug über rechts und Eingabe von Möchen zunächst noch an ELS-Keeper und Ex-Engelsdorfer Taubert scheiterte, machte er es wenige Sequenzen später umso besser. Eine Kopfballablage von Seidel nutzte er, um sich an seinem Gegenspieler vorbei zu schlängeln und per Flachschuss ins lange Eck auf 2:0 zu erhöhen (44.).
 
Nach dem Wechsel blieben die Schützlinge von Daniel Mißlitz und Andreas Kühne weiterhin am Drücker und konnten nach gut zehn Minuten Tor Nummer drei bejubeln. Alex Jacobi wurde an der rechten Strafraumkante zu Fall gebracht, Freistoß war die logische Folge. Kapitän Weichert lief an und brachte das Leder scharf nach innen, wo John goldrichtig stand und überlegt vollendete (57.).
 
Durch eigene Nachlässigkeiten ließ man die Mannen von der Südkampfbahn allerdings binnen vier Minuten wieder heran kommen. Raschke (59.) sowie Laubert (63.) ließen den Gast kurzzeitig an einer Aufholjagd schnuppern, allerdings hatten die Engelsdorfer das Geschehen nach diesem Doppelschlag recht schnell wieder im Griff. Trotz zahlreicher gut angelegter Angriffe fehlte es des Öfteren am letzten Pass, so dass es bis in die Schlussphase hinein eng blieb.
 
Nach einem weiten Einwurf von Kaden, legte Alex Jacobi auf den besser postierten Brandenburger ab, der aus fünf Metern wenig Mühe hatte, die Entscheidung herbei zu führen (83.). Als er nach klasse Flanke vom eingewechselten Wolf per Kopf auf 5:2 stellte, war der Deckel endgültig drauf und kurz darauf Schluss (90.+1).
 
Eine ordentliche letzte Vorstellung, die zumindest etwas für die doch recht dürftige Punktausbeute an der Hans-Weigel-Straße in dieser Spielzeit entschädigte. Bevor sich der Lok-Tross eine Woche später gen Abschlussreise ins 17. Bundesland und gleichzeitig in die Sommerpause verabschiedet, steht am kommenden Sonntag noch das letzte Pflichtspiel 18/19 auf dem Plan. Bei der Spielvereinigung Leipzig geht’s dabei noch einmal um Zählbares. mw
 
Engelsdorf: Kittel - Kaden, P. Jacobi (C)(89. Jama), Reiche, Tänzer - John - Möchen, Weichert (81. Penno), A. Jacobi, Seidel (70. Wolf) - Brandenburger
 
Tore: 1:0 A. Jacobi (29.), 2:0 Brandenburger (44.), 3:0 John (57.), 3:1 Raschke (59.), 3:2 Laubert (63.), 4:2 Brandenburger (83.), 5:2 Brandenburger (90.+1)
 
Schiedsrichter: René Eichner
Assistenten: Martin Heiland, Felix Thießen
 
Zuschauer: 45

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