Fünf Pleiten in Serie ließen die Engelsdorfer beim SV Brehmer endlich den zweiten Rückrundendreier folgen. Obwohl klar überlegen, machten sich die Mißlitz/Kühne-Mannen auch beim abgeschlagenen Schlusslicht das Leben eine Stunde lang unnötig schwer, lagen zwischenzeitlich gar mit 1:3 hinten. Mit einem starken Schlussspurt, bei dem auch spielerisch gute Sachen zu sehen waren, drehte man das Spiel binnen 15 Minuten und tütete so einen 5:3-Erfolg an der Holzhäuser Straße ein.
 
Für den verhinderten John rückte diesmal Kapitän Weichert in die Innenverteidigung neben Patrick Jacobi. Möchen kehrte im Vergleich zur Vorwoche zurück, Brandenburger von rechts ins Sturmzentrum. Die Heimelf versteckte sich nicht und gestaltete das Geschehen zunächst ziemlich offen. Zu viele Ballverluste und Abspielfehler seitens der Lok-Kicker machte es ihnen allerdings auch nicht sonderlich schwer. Nach knapp einer halben Stunde nutzten sie einen dieser unnötigen Ballverluste aus und trafen durch Jähn zur Führung.
 
Die Engelsdorfer waren um eine schnelle Antwort bemüht, hatten durch Alex Jacobi, Kaden oder einen Freistoß von Weichert auch gute Gelegenheiten, einzig das nötige Quäntchen Glück blieb ihnen zunächst verwehrt. Nach klasse Solo von Koenigs kurz vorm Pausenpfiff klingelte es dann aber doch. Brandenburger umkurvte nach dessen Pass Brehmer-Schlussmann Breuer und vollendete zum 1:1-Pausenstand (45.+1).
 
Mit Beginn der zweiten Hälfte passierte das, was in dieser Saison nur allzu oft geschah. Ballverlust im Vorwärtsgang, schneller Gegenstoß und Gegentreffer direkt nach der Pause - 2:1 für die Hausherren durch Thamm (46.). Zu allem Überfluss kassierten die Lok-Kicker nach 61 Minuten gar das dritte Gegentor, diesmal nutze Jedro einen Spielzug per abgefälschten Kullerball zum 3:1.
 
Doch ungeachtet dessen, zeigten die Engelsdorfer in der letzten halben Stunde endlich mal wieder, wozu sie dann doch in der Lage sein können. Zunächst nutzte Brandenburger einen Fehler der Brehmer-Abwehr aus (63.), fünf Minuten später profitierte Möchen am zweiten Pfosten von einer klasse Vorbereitung Alex Jacobis (68.). Als wiederum nur zwei Minuten später der 18-jährige Hacker per Kopf seinen Premierentreffer im Herrenbereich erzielte (Brandenburgers Abschluss konnte von Breuer zunächst stark pariert werden), hatten die Gäste die Partie gänzlich gedreht (70.).
 
Koenigs belohnte sich nach Zuspiel von Hacker per Distanzschuss zum 5:3 für seine starke Leistung und besorgte damit gleichzeitig den Endstand eines turbulenten Auswärtsspiels (78.).
 
Mit 36 Punkten rangieren die Lok-Kicker damit auf dem zehnten Rang. Diesen noch etwas nach oben hin zu verbessern, bleiben ihnen zwei Partien. Nach dem spielfreien Pfingst-Wochenende steht das letzte Heimspiel gegen Eintracht Süd auf dem Programm, bevor eine Woche später bei der Spielvereinigung Leipzig ein Strich unter das Spieljahr 18/19 gezogen wird. mw
 
Engelsdorf: Kittel - Schindler, P. Jacobi, Weichert (C), Thümmler - Koenigs - Möchen (80. Jama), Hacker (78. Penno), A. Jacobi, Kaden (63. Alrajab)- Brandenburger
 
Tore: 1:0 Jähn (27.), 1:1 Brandenburger (45.+1), 2:1 Thamm (46.), 3:1 Jedro (61.), 3:2 Brandenburger (63.), 3:3 Möchen (68.), 3:4 Hacker (70.), 3:5 Koenigs (78.)
 
Schiedsrichter: Jens Kottenhahn
Assistenten: Thomas Sprechert, Helmut Gerhardt
 
Zuschauer: 54

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