Frühe Führung nach zwei Minuten, 3:1 zur Pause vorn, das 4:1 direkt nach dem Seitenwechsel erzielt: Am Ende standen die Lok-Kicker jedoch erneut bedröppelt auf dem Rasen, verspielten die komfortable Führung tatsächlich und mussten sich am Ende mit einem 5:5-Unentschieden in Zwenkau zufrieden geben. Zwar bedeutete der eine Zähler einen Stopp der beispiellosen März-Niederlagen-Serie, nichtsdestotrotz fühlte man sich nach dem Schlusspfiff erneut als Verlierer.
 
Dabei lief die erste Hälfte richtig gut aus Sicht der Gäste. Zwei Zeigerumdrehungen waren passiert, da nickte Patrick Jacobi einen Freistoß von Weichert zum Führungstreffer ins Netz (2.). Trotz des Ausgleichs nach einem Abstimmungsfehler, genutzt vom Zwenkauer Jentzsch (16.), blieben die Lok-Kicker ganz klar das spielbestimmende Team. Der Ball lief gut, Brandenburger hätte bereits zwei Mal zuvor für eine deutlichere Führung sorgen müssen. Mitte der ersten Hälfte klappte es dann allerdings, nachdem Brandenburger Alex Jacobi die Kugel per Doppelpass perfekt in den Lauf legte und dieser trocken vollendete (23.).
 
Und es kam noch besser vorm Pausentee. Schindler wurde rund 20 Meter vorm Tor von den Beinen geholt. Kapitän Weichert lief an und zirkelte den dritten Lok-Treffer um die Mauer herum in die Maschen (36.).
 
Die zweite Hälfte begann wie die erste. Zwei Minuten waren gespielt, da lief Weichert nach Foul an Alex Jacobi zum Freistoß aus rund 18 Metern Torentfernung an. VfB-Keeper Petzold fingert die Kugel noch soeben an die Lattenunterkante, Brandenburger staubt ab - 1:4 (47.). Käse gegessen? Weit gefehlt! Weiß (54.) und der agile Jentzsch (69.) nutzen die Fehler der Engelsdorfer gnadenlos aus und bringen die Funke-Mannen wieder ran. Nachdem Brandenburger auf Vorarbeit von Alex Jacobi auf 3:5 aus kurzer Entfernung stellt (71.), war zumindest eine Zwei-Tore-Führung wieder hergestellt. Doch auch die sollte nicht reichen.
 
Weiß nahm das Geschenk zum erneuten Anschlusstreffer dankend an (76.), Flohrer setzte in der Schlussminute per Abstauber dem Wahnsinn die Krone auf - 5:5 (!) nach 90 Minuten. Respekt an die Zwenkauer, die ihrerseits ein starkes Comeback in Halbzeit zwei gegen verunsicherte und teils haarsträubende Lok-Kicker feiern konnten. Am kommenden Samstag wartet mit der SG Rotation Leipzig 1950 die nächste Zweitvertretung. mw
 
Engelsdorf: Fleischer - Wolf (62. Penno), P. Jacobi, John, Thümmler - Schindler - Möchen, Weichert (C), A. Jacobi, Kaden - Brandenburger
 
Tore: 0:1 P. Jacobi (2.), 1:1 Jentzsch (16.), 1:2 A. Jacobi (23.), 1:3 Weichert (36.), 1:4 Brandenburger (47.), 2:4 Weiß (54.), 3:4 Jentzsch (69.), 3:5 Brandenburger (71.), 4:5 Weiß (76.), 5:5 Flohrer (90.+1)
 
Schiedsrichter: René Krüger
Assistenten: Ferenc Nagy, Uwe Ihle
 
Zuschauer: 60

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