Ordentlich gekämpft und doch verloren: Trotz einer stark verbesserten Vorstellung stehen die Lok-Kicker erneut mit leeren Händen da. 2:3 hieß es am Ende gegen die Gäste aus Schkeuditz, die ihrerseits einen sehr glücklichen Dreier mit nach Hause nehmen und bis auf einen Punkt an die Engelsdorfer heranrücken konnten.

 
Mit John, Seidel und Koenigs kehrten drei Spieler im Vergleich zum Pokalaus eine Woche zuvor zurück in die Startelf. Da im Gegenzug Tänzer, Schindler und Penno sowie weiterhin Keeper Kittel und die Jacobi-Brüder nicht zur Verfügung standen, hatte das Trainergespann Mißlitz/Kühne erneut einen überschaubaren Kader beisammen. Mit der Maßgabe, zunächst sicher zu stehen und sich verloren gegangenes Selbstvertrauen langsam zurück zu erarbeiten, ging es ins Spiel gegen die Elf vom Flughafen.
 
Dies gelang in den ersten 30 Spielminuten richtig gut. Nach knapp einer Viertelstunde nutzte Kapitän Weichert den Stockfehler eines Eintracht-Abwehrmanns aus, jagte die Kugel aus gut 30 Metern direkt und mit vollem Risiko über den verdutzten Keeper der Gäste zur Führung in die Maschen - 1:0 (13.). Trotz des Treffers merkte man den Hausherren hin und wieder die Verunsicherung der letzten Wochen an. Vor allem fabrizierte man zu viele Freistöße, so dass die Gäste immer wieder gute Gelegenheiten erhielten, die jedoch ungenutzt blieben.
 
Mit einem der unzähligen langen Bälle in die Spitze kamen die Schkeuditzer dann allerdings doch zum Ausgleichstreffer. Schröder schraubte sich im Fünfmeterraum am höchsten und köpfte zum 1:1 nach einer halben Stunde ein. Dies war auch zugleich der Pausenstand.
 
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die Hausherren standen gut und versuchten sich nun auch immer öfter spielerisch in Szene zu setzen. Aus heiterem Himmel fiel nach einem weiten Einwurf und einer eher ungefährlichen Szene plötzlich die überraschende Führung für Schwarz-Gelb (55.). Anders als in den Wochen zuvor, gingen die Köpfe der Lok-Mannen jedoch diesmal nicht nach unten. Mit dem Mute der Verzweiflung stemmte man sich kollektiv gegen den Rückstand, wollte diesen unbedingt wieder umbiegen.
 
Nachdem zunächst Seidel nach Weicherts Kopfballablage einen Ausgleich noch verpasste und mit einem ruhenden Ball zudem knapp scheiterte, war es fünf Minuten vorm Ende Brandenburger, der eine Weichert-Koenigs-Co-Produktion zum 2:2 nutzen konnte. Wenig später hatte er gar den dritten Treffer auf dem Schlappen, hätte dabei vielleicht eher quer legen sollen. Der Lok-Kapitän scheiterte seinerseits kurz darauf ebenso knapp am Außennetz.
 
So kam es letztlich wie‘s so oft im Fußball kommt, wenn’s nicht läuft: Weiter Ball Richtung Lok-Gehäuse, Fleischer kann den Ball nicht weit genug abwehren, Abstauber zum 3:2 für die Gäste (90.+3). Schlusspfiff.
 
Lange Gesichter, Enttäuschung, Frust. Ein weiterer Nackenschlag, der nach den äußerst dürftigen vergangenen Wochen jedoch berechtigte Hoffnung gibt, dass es auch ergebnistechnisch bald endlich wieder aufwärts geht. Nächster Anlauf: Kommenden Sonntag im Eichholz beim VfB Zwenkau II ! mw
 
Engelsdorf: Fleischer - Wolf, Kaden, John, Thümmler - Seidel - Möchen, Weichert (C), Koenigs, Brandenburger - Hacker (64. Alrajab)
 
Tore: 1:0 Weichert (13.), 1:1 Schröder (30.), 1:2 Wild (55.), 2:2 Brandenburger (85.), 2:3 Thiem (90.+3)
 
Schiedsrichter: Stefan Martin
Assistenten: Jiri Kostalek, Oliver Fuchs
 
Zuschauer: 50
 

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