Mit dem zweiten Auswärtssieg in Serie haben die Lok-Kicker nach dem Dreier am Flughafen erfolgreich nachgewaschen. Beim LSV Südwest hieß es am Ende 5:2 für die Engelsdorfer, wenngleich bei konsequenterer Spielweise ein noch deutlich höheres Ergebnis gegen teilweise überforderte Gastgeber möglich gewesen wäre.

Direkt vom eigenen Anstoß weg wurden die Hausherren am eigenen Strafraum eingeschnürt. Ein Schuss von Weichert an der Strafraumgrenze, den LSV-Schlussmann Buhler abwehren konnte, läutete ein regelrechtes Chancen-Feuerwerk ein. Nutzen konnten die Lok-Kicker zunächst keine der Möglichkeiten, nach rund einer Viertelstunde erzwangen sie allerdings den längst überfälligen Führungstreffer. Nach Zusammenspiel zwischen Brandenburger und Weichert war es schließlich Koenigs, der beim Versuch, nochmal quer zu legen, einen Heimakteur so unter Druck setzte, dass dieser den Ball ins eigene Tor bugsierte (14.).

Alex Jacobi, Koenigs oder P. Jacobi übertrafen sich fast im Auslassen bester Möglichkeiten, konnten teils hervorragend rausgespielte Angriffe leider nicht veredeln. Bis zum Pausenpfiff sollte es aber doch noch dreimal klingeln. Im Zehn-Minuten-Rhythmus war es zunächst Weichert, der nach Pass von Brandenburger aus rund 16 Metern zum zweiten Lok-Treffer vollendete (25.). Nach Foul an Koenigs zeigte Schiedsrichter Eichner vollkommen zu Recht auf den Punkt, Tänzer markierte gewohnt humoros das 0:3 (34.). Nach unnötigem Foulspiel kurz vor Ende der ersten Hälfte war es LSV-Torjäger Kretzschmar, der die erste Gelegenheit seiner Elf in Folge eines Freistoßes eiskalt zum Anschlusstreffer nutzen konnte (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel lief es bei den Gästen dann leider nicht mehr ganz so flüssig. Zahlreiche Fehlabspiele und Ungenauigkeiten ließen die Heimelf etwas besser aufkommen, so richtig brenzlig wurde es jedoch für Keeper Kittel nicht. Mit dem schönsten Angriff der Partie stellten die Mißlitz/Kühne-Mannen dann allerdings den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Nachdem das Mittelfeld blitzschnell überbrückt wurde, schickte Alex Jacobi Brandenburger über rechts auf die Reise. Dieser sah am zweiten Pfosten den mitgelaufenen Weichert, der die Kugel direkt mit links zum 1:4 unterbringen konnte (59.).

Die Defensive um Tänzer und den eingewechselten Reiche stand nun wieder deutlich sattelfester. Thümmler über links und der bärenstarke Wolf auf rechts wussten ebenfalls zu überzeugen. Nichtsdestotrotz gelang es den Hausherren erneut zu verkürzen. Wieder war es Kretzschmar, der am langen Pfosten goldrichtig stand - 2:4 (73.). Von einer Schlussoffensive seitens des LSV war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Vielmehr waren es die Lok-Kicker, die sich weiter allerbeste Möglichkeiten erarbeiten, diese heute - trotz des letztlich deutlichen Resultats - jedoch etwas zu schlampig zu Ende brachten. Einmal klappte es dann aber doch noch, als der Lok-Kapitän ein Zusammenspiel mit Alex Jacobi zu seinem dritten Treffer und gleichzeitig dem Endstand nutzte (85.).

Durch den Sieg kletterten die Engelsdorfer gleich um sieben Plätze nach oben und rangieren somit vorm 8. Spieltag erstmal auf dem fünften Rang. Zu diesem sind sie zum drittten Mal in Folge auf fremden Terrain gefordert, genauer gesagt bei der "Zweiten" von Rotation Leipzig 1950. Anstoß am kommenden Samstag an der Delitzscher Straße ist 15 Uhr. mw

Engelsdorf: Kittel - Wolf, P. Jacobi, Tänzer, Thümmler - John (46. Reiche), Schindler - A. Jacobi, Weichert (C), Koenigs (67. Friebel) - Brandenburger

Tore: 0:1 Hoffmann (14., ET), 0:2 Weichert (25.), 0:3 Tänzer (34., FE), 1:3 Kretzschmar (45.+2), 1:4 Weichert (59.), 2:4 Kretzschmar (73.), 2:5 Weichert (85.)

Schiedsrichter: René Eichner

Assistenten: Martin Heiland, Michelle Walther

Zuschauer: 50

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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