Durch einen 3:1-Sieg in Radefeld bei der Spielgemeinschaft des FSV Kursdorf und der RSV-Reserve, sind die Engelsdorfer in die dritte Runde des Stadtpokals eingezogen. Auch wenn die Angelegenheit lange auf eher wackligen Beinen stand und man sich beim unterklassigen Gegner verdammt schwer tat, so steht doch das Erfolgserlebnis, auf welches die Truppe seit ewigen Wochen warten musste, am Ende absolut im Vordergrund.
 
Los ging’s aus Lok-Sicht recht solide, was auch zum verdienten Führungstreffer durch Koenigs nach Steilpass von Wolf führen sollte (17.). In der Folgezeit ließen sich die Gäste jedoch immer wieder den Schneid von der forschen Spielgemeinschaft abkaufen, verloren komplett ihre Linie und gerieten so immer wieder in Gefahr. Der Ausgleichstreffer durch Castillo (27.) war absolut verdient, auch über einen Pausenrückstand hätte man sich aus Gästesicht überhaupt nicht beschweren dürfen. Vor allem Röthling war es zu verdanken, dass mit einem schmeichelhaften Remis die Seiten getauscht wurden.
 
Doch auch danach wurde es zunächst kaum besser. Wieder musste der junge Lok-Keeper sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand des Favoriten zu verhindern. Im Vorwärtsgang agierten die Mißlitz/Kühne-Mannen oftmals zu langsam, zu ungenau sowie ideenlos. Das Tempo fehlte ebenfalls, was es dem nach wie vor mutigen Underdog nicht allzu schwer machte.
 
Nach rund 70 Minuten wurde dann endlich zielstrebiger der Weg nach vorn gesucht, Hacker hatte zweimal die Gelegenheit zu einer erneuten Führung. So dauerte es bis sechs Minuten vor Ende, ehe der Ball etwas glücklich über Jacobi vor den Füßen von Brandenburger landete, der niemanden mehr vor sich hatte und locker einschieben konnte (84.). Vier Minuten im
Anschluss schickte er den eingewechselten Penno auf die Reise, der allein vorm Kursdorf/Radefelder-Schlussmann cool blieb und zum Endstand vollendete (88.).
 
VORSCHAU Stadtliga Leipzig | 7. Spieltag
Samstag, 05.10.19, 14.00 Uhr
SV Lok Engelsdorf - Leipziger SC 1901
 
Sieg eingefahren, eine Runde weiter. Viel mehr war’s nicht - aber eben auch nicht weniger. Nun heißt‘s die positiven Aspekte mitzunehmen und, bereits am Samstag, im Heimspiel gegen Aufsteiger Leipziger SC nachzulegen. Punkte müssen her. Ein Blick auf die Tabelle ist dabei unmissverständlich. Die Gäste stehen mit sechs Zählern in unmittelbarer Reichweite, was die Zielsetzung für dieses wichtige Heimspiel verdeutlicht sowie unterstreicht.
 
Ein Sieg (4:1 gegen MoGoNo) sowie drei Unentschieden stehen bislang punktemäßig zu Buche für die Elf von der Pistorisstraße. Seit drei Ligaspielen wartet der LSC schon auf einen Sieg, im Pokal gab’s bei der Tapfer-Reserve am Donnerstag ebenfalls einen 3:1-Erfolg zu feiern. Bleibt abzuwarten, wer die Partie vom Feiertag besser aus den Kleidern schüttelt. Anpfiff in Engelsdorf ist 14 Uhr. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Thümmler, Nöllner, Weichert (C), Wolf - Schindler (37. Arnhold) - Brandenburger, Hacker, Jacobi, Koenigs - Jama (74. Penno)
 
Tore: 0:1 Koenigs (17.), 1:1 Castillo (27.), 1:2 Brandenburger (84.), 1:3 Penno (88.)
 
Schiedsrichter: Pascal Ellmann
Assistenten: Siegfried Beyer, Nick-André Rollin
 
Zuschauer: 20

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