In einem torreichen Kick zum Auftakt in die Rückrunde, unterlagen die Engelsdorfer dem LSV Südwest mit 3:4. Trotz eigener Führung und zwischenzeitlichem Ausgleichstreffer, musste man sich letztlich doch geschlagen geben und somit punktlos in die zweite Saisonhälfte starten.

Ohne Kittel, Möchen, Haller, Alex Jacobi, Koenigs, Kaden, Penno sowie einem angeschlagenen Schindler in der Startelf, gingen die Hausherren ins Spiel. Es entwickelte eine erneut zerfahrene Partie auf einem erneut schlechten Untergrund. Ungenauigkeiten und Abspielfehler prägten das Bild, zudem agierten die Lok-Kicker selbst oft zu hektisch. Torchancen musste man bis Mitte der ersten Hälfte suchen, danach wurde es dahingehend zumindest deutlich ansehnlicher.

Nach weitem Ball von Tänzer kam John im Strafraum per Kopf vor LSV-Keeper Buhler ans Leder und legte auf Brandenburger ab, der nur noch das leere Tor treffen musste: 1:0 (26.). Kurz darauf musste Fleischer zweimal alles aufbieten, um einen schnellen Ausgleichstreffer zu verhindern. In Minute 38 gelang dies bei einem unnötig verursachten Freistoß 17 Meter vorm eigenen Gehäuse dann nicht mehr. Beiersdorf lief an und verwandelte wuchtig und präzise zum 1:1-Halbzeitstand.

Schindler besaß nach Eingabe von Alrajab zunächst eine gute Möglichkeit zur erneuten Führung, verpasste per Linksschuss jedoch knapp. Keine zehn Minuten nach Wiederbeginn war es dann erneut der Ex-Junioren-Nationalkicker Beiersdorf, der die Gäste aus Nahdistanz in Führung bringen konnte (54.). Lok-Kapitän Weichert schnappte sich nach einer Stunde die Kugel gut 20 Meter vorm Gästetor und überwand Buhler per Linksschuss zum schnellen 2:2 (60.).

Im ähnlichen Minutenrhythmus ging’s weiter, zum Leidwesen der Heimelf allerdings nur auf eigener Seite. Zunächst war es Kramer, der in Folge eines unnötigen Ballverlusts an der Strafraumgrenze per Kopf zum 2:3 versenkte (66.). LSV-Torjäger Kretzschmar überwand Fleischer nach schnellem Gegenstoß per Lupfer zur Vorentscheidung (74.).

Auch wenn weiterhin spielerisch weiterhin nur wenig gelang, stemmten sich die Engelsdorfer in der verbleibenden Spielzeit gegen die drohende Niederlage. Eine Ampelkarte gegen Reiche kurz vorm vierten Gegentreffer machte dies zwar zusätzlich schwieriger, dennoch kam man nochmal ran. Nach einem der seltenen, gelungenen Spielzüge über Weichert und Seidel, wurde der eingewechselte Wolf im Sechzehner von den Beinen geholt. Nach minutenlanger Behandlung des sich dabei selbst verletzenden LSV-Schlussmanns war es Brandenburger, der mit Hilfe des Innenpfostens nochmal verkürzen konnte (82.).

Mehr gelang leider nicht, auch wenn ein weiterer Treffer trotz Unterzahl durchaus möglich gewesen wäre. Fehlende Genauigkeit verhinderte bei zwei guten Angriffen ein mögliches 4:4. Da auch die Gäste einen Überzahl-Angriff kurz vorm Ende kläglich versiebten, blieb es schließlich bei einer knappen wie ärgerlichen Heimniederlage der Lok-Kicker.

Am kommenden Wochenende geht’s für die Elf von Mißlitz und Kühne im Spitzenspiel gegen die BSG Chemie Leipzig II um die nächsten drei Punkte. Ob es bei der eigenmächtig vom Fußballverband durchgeführten Verlegung von Sonntag auf Samstag bleibt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. mw

Engelsdorf: Fleischer - Thümmler, Reiche (74. Gelb-Rot), P. Jacobi, Tänzer - Schindler - Seidel, John, Weichert (C), Alrajab (63. Wolf) - Brandenburger

Tore: 1:0 Brandenburger (26.), 1:1 Beiersdorf (38.), 1:2 Beiersdorf (54.), 2:2 Weichert (60.), 2:3 Kramer (66.), 2:4 Kretzschmar (74.), 3:4 Brandenburger (82., FE)

Schiedsrichter: Stefan Martin
Assistenten: Bodo Fritz, Rouven Lüter

Zuschauer: 30

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