Leider konnten die Lok-Kicker auch im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde den Bock nicht umstoßen. Bei der SG MoGoNo setzte es die siebente Niederlage im siebenten Anlauf, so dass man vor der Winterpause komplett punktlos in der Fremde bleibt. Dementsprechend überwintert die Mißlitz/Kühne-Elf mit mageren 13 (Heim-) Zählern auf einem der beiden Abstiegsplätze und hat mit fünf Punkten nun bereits beträchtlichen Rückstand aufs rettende Ufer.

 
Ohne Kittel, Weichert, Koenigs und John mussten die Engelsdorfer in Gohlis antreten. Auf dem schwer zu bespielenden Geläuf erwischte man mal wieder ein Fehlstart nach Maß, als Marx in Folge einer Ecke und Uneinigkeit seitens der Gäste zur frühen Führung einschieben durfte (4.). Wenig später hatte Arnhold zwei Mal die Möglichkeit zu antworten, scheiterte allerdings am Gohliser Schlussmann. Statt des mittlerweile nicht unverdienten Ausgleichs, markierten - wie so oft - die Hausherren nach einer halben Stunde ihren zweiten Treffer. Filip kommt nach schnellem Umschaltspiel am Sechzehner an den Ball und trifft flach genau ins linke Eck (30.).
 
Nachdem Brandenburger eine Jacobi-Eingabe in der Mitte knapp verpasste, überschlugen sich wenig später die Ereignisse. Allerdings eher neben statt auf dem Platz. Das wenig souveräne Unparteiischengespann zeigte nach einigen Diskussionen zunächst Daniel Mißlitz den gelben Karton um kurz darauf den zweiten Engelsdorfer Verantwortlichen, Andreas Kühne, per roter Karte des Spielfeldrandes zu verweisen. Über die Art und Weise lässt sich mindestens diskutieren. Nach einigen Minuten der Unterbrechung war es Arnhold, der einen weiten Ball von Brandenburger erlief und anschließend zum 1:2 verkürzten konnte (40.).
 
Leider dauerte es auch im zweiten Durchgang wieder nicht allzu lange, bis Röthling den Ball aus dem Netz holen musste. Diesmal ging die Post über die rechte Gohliser Angriffsseite ab, Rückpass zu Weißflog, strammer Abschluss, 3:1 (55.). Mit ein paar Umstellungen ging’s seitens der Engelsdorfer in die letzte halbe Stunde. Unter anderem rückte Brandenburger ins Sturmzentrum, was sich nach knapp 70 Minuten bezahlt machen sollte. Ein Angriff über Hacker und Arnhold landete im Sechzehner vor den Füßen von Schindler, dieser passte weiter zu Brandenburger und mit etwas Glück war der erneute Anschluss hergestellt (68.).
 
Auch wenn die Lok-Kicker in den Schlussminuten nochmal einiges versuchten, so blieb doch vieles Stückwerk. Ein weiterer Treffer sollte nicht gelingen, was letztlich die insgesamt zehnte Saisonpleite bedeutete. Enttäuscht schlichen die Engelsdorfer mal wieder vom Feld. Ein Spiegelbild der kompletten Hinrunde. Diese gilt es in den kommenden Wochen vernünftig aufzuarbeiten. Nach einer ordentlichen Vorbereitung muss unbedingt alles daran gesetzt werden, im neuen Jahr das Ruder noch rum zu reißen. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Schindler, Nöllner, Kampka, Thümmler (88. Kollrich) - Jacobi (C), Brandenburger - Wolf, Hacker, Arnhold - Jama (60. Möchen)
 
Tore: 1:0 Marx (4.), 2:0 Filip (30.), 2:1 Arnhold (40.), 3:1 Weißflog (55.), 3:2 Brandenburger (68.)
 
Schiedsrichter: Bodo Fritz
Assistenten: Dominic Biljesko, Rouven Lüter
 
Zuschauer: 20

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