Die Engelsdorfer konnten das Stadtliga-Kellerduell am vergangenen Wochenende für sich entscheiden. Gegen die Zweite vom VfB Zwenkau erzwangen sie einen Last-Minute-Sieg, der hinsichtlich des Tableaus absolut überlebenswichtig ist und die Truppe wieder nahe ans rettende Ufer bringt.

 
Das Spiel auf seifigem Untergrund lief so, wie man es hinsichtlich der Tabellensituation erwarten durfte. Beide Teams mit vielen Fehlern vor allem im Passspiel. Wirklich gefälliger Spielfluss kam in den 92 Minuten nur sehr selten auf. Nichtsdestotrotz hatten die Hausherren nach wenigen Minuten die große Gelegenheit in Führung zu gehen und die Partie womöglich in erträglichere Bahnen zu lenken. Brandenburger schickte Hacker mutterseelenallein aufs Zwenkauer Gehäuse zu, im direkten Duell mit VfB-Keeper Petzold blieb er allerdings nur zweiter Sieger.
 
Nach gut einer Viertelstunde starteten dann die Gäste einen Konter, den die Lok-Elf weder unterbinden noch stoppen konnte. Statt vorwärts zu verteidigen, ließ man sich immer weiter zurück fallen, öffnete somit die Räume und ebnete letztlich Flohrer den Weg zum 0:1 (18.). Umgehend machten es die Mißlitz/Kühne-Mannen allerdings besser, liefen den Gegner früh an und erzwangen damit Zwenkauer Fehler. So auch Hacker, der einem nahezu aussichtslosen Ball hinterher ging, diesen an der Grundlinie erkämpfte und zu Koenigs brachte. Aus spitzem Winkel behielt der Flügelflitzer die Übersicht und vollendete zum längst überfälligen Ausgleichstreffer (35.) und gleichzeitigen Pausenstand.
 
Die zweite Halbzeit hatte lange wenig bis keine Höhepunkte zu bieten. Kampf und Krampf auf beiden Seiten und eine nach wie vor hohe Fehlerquote ließ den Zuschauern kaum mal etwas warm ums Herz werden. Die Funke-Elf weiterhin nur sporadisch auf dem Weg nach vorne, die Lok-Kicker, wenn mal in aussichtsreicher Position, immer und immer wieder im Abseits. So plätscherte die Begegnung dem Ende entgegen, obwohl eine Punkteteilung für beide Teams so gar nichts gebracht hätte.
 
So waren es schließlich die Engelsdorfer, die in der Schlussphase nochmal aufs Gaspedal stiegen und das Risiko erhöhten. Der eingewechselte Wolf brachte zudem Belebung ins Spiel und konnte über rechts gleich mehrfach durchbrechen. Zunächst verpasste der nun mitstürmende Weichert eine Eingabe noch knapp, auch kurz darauf konnten Brandenburger und der Lok-Kapitän noch kein Kapital aus der Vorarbeit Wolfs schlagen. In der Nachspielzeit brachte die dritte Co-Produktion der drei, in die sich schließlich auch noch Jacobi mischte, dann doch noch den umjubelten Siegtreffer. Wieder Wolf auf Weichert, dessen Direktabnahme am Aluminium und so vor den Füßen Jacobis landete. Kurz gewackelt, konnte Petzold den abgefälschten Versuch noch gerade so entschärfen, Brandenburger stand wo er stehen muss und vollendete trocken aus Nahdistanz (90.+1). 2:1, Schlusspfiff, drei Punkte. Fertig.
 
Zum letzten Auftritt vor der Winterpause geht’s am kommenden Sonntag nochmal auswärts zu Werke. Bei der SG MoGoNo soll am Sonntag auf den letzten Metern auch aus der Fremde etwas mitgebracht werden. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Schindler, Nöllner, Weichert (C), Thümmler - John, Jacobi - Koenigs, Hacker (82. Wolf), Arnhold (71. Möchen) - Brandenburger
 
Tore: 0:1 Flohrer (18.), 1:1 Koenigs (35.), 2:1 Brandenburger (90.+1)
 
Schiedsrichter: Michelle Walther
Assistenten: Jiri Kostalek, Ronny Manhique
 
Zuschauer: 20

Nach oben