Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung reichte es für die Engelsdorfer nicht zum erhofften Heimsieg. Gegen Lipsia Eutritzsch II drehte man einen 0:1-Rückstand erfolgreich in einen recht komfortablen Vorsprung, den man, auch durch das Auslassen bester Gelegenheiten für ein noch deutlicheres Ergebnis, leider nicht ins Ziel bringen konnte. Somit kam es letztlich nur zur Punkteteilung, die den Gästen deutlich mehr nützt als den Hausherren.

 
Die Mißlitz/Kühne-Elf versuchte von Beginn an das Spiel an sich zu reißen, was zunächst nur mäßig funktionierte. Zwar lief die Kugel hin und wieder recht gefällig, entscheidend in Szene setzen konnte man sich allerdings nicht. Die Franz-Mannen agierten meist mit langen Bällen und lauerten auf Konter. Einen Fehler im Aufbauspiel nutzten sie nach einer Viertelstunde gnadenlos aus, Franke vollendete per Flachschuss gegen den chancenlosen Röthling zur überraschenden Lipsia-Führung (15.).
 
Die Lok-Kicker waren um eine schnelle Antwort bemüht, tatsächlich lief es nach dem Rückstand auch besser. Immer wieder konnte man sich bis zur Grundlinie durchtanken, allein der letzte Pass war wieder einmal das große Manko. So waren weder Brandenburger noch Jacobi oder Koenigs erfolgreich. Dem mittlerweile verdienten Ausgleichstreffer bedarf es schließlich einer Standardsituation. Weicherts Eckball landete, an Feind und Freund vorbei, direkt am zweiten Pfosten und prallte von diesem direkt vor die Füße von John - 1:1 (35.). Dies sollte gleichzeitig der Pausenstand sein.
 
Halbzeit zwei begann, wie bereits beim letzten Heimspiel gegen Eintracht Süd, richtig gut aus Sicht der Lok-Kicker. Ein quasi direkt von Jacobi erzwungener Eckball durch Weichert landete in gleicher Reihenfolge im zweiten Anlauf bei Brandenburger, der überlang lauerte und per Kopf zum 2:1 vollendete (47.). Lipsia blieb zwar weiterhin griffig, konnte allerdings zunächst kaum gefährlich werden. Einen sauberen Vorstoß von Koenigs, der auf rechts auf und davon zog, legte Brandenburger überlegt per Kopf zurück zu Jacobi, der aus rund zehn Metern mit Links zum dritten Lok-Treffer einnetzte (64.).
 
Arnold, Hacker, Koenigs und mehrfach Brandenburger hätten den Sack in der Folgezeit endgültig zumachen können bzw. müssen. Von „Chancen für zwei Spiele“ war nach der Partie nicht nur seitens der Zuschauer zu hören. Dass es am Ende nur zu einem Zähler reichte, hatte jedoch vor allem mit unnötiger Passivität sowie taktischem Unvermögen in den letzten Minuten zu tun. Zunächst war es Teichert, der aus Nahdistanz den Anschluss herstellen konnte (83.). In Folge eines weiten Einwurfs und einigem Durcheinander im Engelsdorfer Strafraum, war es letztlich der eingewechselte Trübger, der den aus Gästesicht umjubelten 3:3-Endstand in der Nachspielzeit besiegelte (90.+2).
 
Zwei Punkte verschenkt, ganz klar. Doch großartig Zeit zum Nachtrauern bleibt sowieso nicht. Am kommenden Samstag geht’s beim SV Panitzsch/Borsdorf erneut um eminent wichtige Zähler im Abstiegskampf. mw
 
Engelsdorf: Röthling - Schindler, Nöllner, Weichert (C), Wolf - John, Jacobi - Koenigs, Hacker (90. Jama), Arnhold (81. Möchen) - Brandenburger
 
Tore: 0:1 Franke (15.), 1:1 John (34.), 2:1 Brandenburger (47.), 3:1 Jacobi (64.), 3:2 Teichert (83.), 3:3 Trübger (90.+2)
 
Schiedsrichter: Florian Krost
Assistenten: René Nordmann, Michael Träumner
 
Zuschauer: 50

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