Dank einer richtig starken Vorstellung, konnten die Engelsdorfer nach zuletzt zwei Meisterschaftspleiten hintereinander endlich wieder dreifach punkten. Vor allem spielerisch wusste die Elf beim 5:2-Erfolg zu überzeugen und setzte sich somit auch in dieser Höhe absolut verdient auf dem Lindenauer Charlottenhof durch.

Auf dem bestens präparierten Geläuf merkte man den Lok-Kickern sofort an, dass die zuletzt dürftigen Vorstellungen gegen Rotation II und den SV Tapfer unbedingt gerade gerückt werden sollten. Konzentriert und zielstrebig ging es fast nur in eine Richtung. Konnte Weichert eine Alex-Jacobi-Eingabe zunächst nicht mit genug Druck per Kopf versehen, so ließ die verdiente Führung trotzdem nicht lange auf sich warten. Weichert setzte Koenigs in Szene, der rüde vom SVL-Schlussmann im Sechzehner von den Beinen geholt wurde. Tänzer legte sich die Kugel zum Strafstoß zurecht und verwandelte präzise zum 0:1 (13.).

Mit direktem und schnellem Passspiel wurde immer wieder in die Spitze kombiniert. Die Viererkette um Wolf, P. Jacobi, den bärenstarken John sowie Tänzer, kurbelte dabei ebenso energisch mit an wie Wirbelwind Schindler davor. Vor allem Brandenburger konnte so ein ums andere Mal in aussichtsreiche Positionen gebracht werden. Leider fehlte es der Engelsdorfer Nummer 15 noch am nötigen Fortune.

Binnen vier Minuten gelang es dann aber doch, einen relativ beruhigenden Vorsprung heraus zu schießen. Ein Eckball von Seidel rutschte bis zum zweiten Pfosten durch, Alex Jacobi bugsierte das Streitobjekt mit dem Oberschenkel zum 0:2 über die Linie (25.). Kurz darauf war es erneut Tänzer, der seinen zweiten Treffer - diesmal per abgefälschten Freistoß aus rund 20 Metern nach Foul an Brandenburger - erzielen konnte (29.). Obwohl alles im Griff, entwischte der bisher erfolgreichste Angreifer der Heimelf, Ken Schreiber, der Engelsdorfer Hintermannschaft doch einmal. Kurz vorm Pausenpfiff ließ er mehrere Gästeakteure stehen, blieb vor Kittel eiskalt und erzielte mit seinem siebten Saisontor den 1:3-Anschlusstreffer (41.).

In Halbzeit zwei änderte sich kaum etwas am Spielgeschehen. Zwar kamen die Hausherren etwas griffiger aus der Kabine, die besseren Möglichkeiten besaßen jedoch weiterhin die Mißlitz/Kühne-Mannen. Seidel und Koenigs konnten klasse Angriffe leider nicht veredeln, ein Treffer von Weichert nach Vorarbeit von Alex Jacobi wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Bei zwei Kontergelegenheiten der Lindenauer musste sich Keeper Kittel beweisen, tat dies in gewohnt sicherer Art und Weise.

Somit dauerte es bis zur 72. Minute, ehe erneut ein ruhender Ball für die endgültige Entscheidung sorgen sollte. Wieder ging über links die Post ab, diesmal war es Seidel, der regelwidrig im Strafraum gestoppt wurde. Brandenburger wurde auserkoren und versenkte den Elfmeter zum 1:4 im Lindenauer Tor. Keine zehn Minuten im Anschluss schnürte er sogar den Doppelpack, als er nach Alleingang von Seidel und anschließender Hereingabe von Weichert per Flugkopfball einlochte (81.). Der eingewechselte Penno hatte wenig später sogar noch die Chance weiter zu erhöhen. Sein Flachschuss zischte denkbar knapp am linken Pfosten vorbei.

Den Schlusspunkt setzten dann jedoch die Hausherren. Abwehrmann Schäfer versenkte mit der letzten Aktion des Spiels einen Eckball per Kopf zum Endstand (90.). Direkt danach pfiff der gewohnt souveräne Stefan Weicker die Partie ab, drei verdiente wie wichtige Punkte wanderten auf das Konto der Engelsdorfer.

Zeit zum Regenerieren bleibt indes nur kurz. Am Reformations-Halloween-Mittwoch steht mit dem Drittrundenmatch im Stadtpokal bereits das nächste Pflichtspiel vor der Tür. Bereits ab 12 Uhr ist man dazu bei der zweiten Mannschaft der Spielvereinigung Leipzig 1899 zu Gast. mw

Engelsdorf: Kittel - Wolf, P. Jacobi, John, Tänzer - Schindler - Koenigs (78. Penno), Weichert (C), Alex Jacobi, Seidel (88. Thümmler) - Brandenburger (83. Jama)

Tore: 0:1 Tänzer (13., FE), 0:2 Alex Jacobi (25.), 0:3 Tänzer (29.), 1:3 Schreiber (41.), 1:4 Brandenburger (72., FE), 1:5 Brandenburger (81.), 2:5 Schäfer (90.)

Schiedsrichter: Stefan Weicker
Assistenten: André Gerlach, Uwe Ihle

Zuschauer: 42

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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