Nach sechs ungeschlagenen Spielen und vier Siegen in Folge hat es die Lok-Kicker mal wieder erwischt. Am vergangenen Samstag musste der Aufsteiger gegen die SG MoGoNo eine 1:4-Heimpleite hinnehmen und damit den vierten Platz umgehend wieder abgeben. Es war zudem die zweite Heimniederlage der Saison für die Klinger/Mißlitz-Elf.

Beide Mannschaften gingen mit dem mehr oder weniger letzten Aufgebot ins Duell des 27. Stadtliga-Spieltags. Seitens der Hausherren standen erneut zwei A-Jugendkicker in der Startelf, lediglich Ersatztorwart Benjamin Fleischer saß als Wechselspieler auf der Ersatzbank. Zudem musste mit Patrick Jacobi ein Spieler von Beginn an ran, der seit Ende Oktober verletzungsbedingt außer Gefecht gesetzt war und eigentlich erst zur neuen Saison wieder ins Geschehen eingreifen sollte. Auf  Gohliser Seite sah es mit nur einem angeschlagener Akteur neben Coach Kienitz auch nicht besser aus.

Die Engelsdorfer begannen druckvoll und zeigten in der Anfangsviertelstunde einige brauchbare Angriffszüge. Wie so oft konnten diese jedoch nicht gewinnbringend genutzt werden. Weder Alex Jacobi noch Kollrich oder Weichert konnten einen eigentlich fälligen Führungstreffer besorgen. Die Gäste lauerten dagegen ausschließlich auf Konter und nutzen nach einer halben Stunde ihre erste Möglichkeit eiskalt aus. Angreifer Labadze wurde nach Ballverlust steil geschickt und behielt vor Kittel kühlen Kopf (31.). Kurz vorm Pausenpfiff führte eine ähnliche Situation zum zweiten Treffer für die Gäste, wieder war die einzige Sturmspitze der Gäste erfolgreich (45.).

Auch nach dem Wechsel spielten sich die Lok-Kicker einen Wolf, zwingend wurde es weiterhin nur selten. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer vergab zunächst Brandwein nach Weichert-Flanke und anschließender Kopfballablage von Kollrich. Auch Fleischer - der eigentliche Keeper musste für den angeschlagenen Schindler ran und wurde ins Sturmzentrum beordert - hatte nach klasse Vorarbeit von Alex Jacobi eine weitere gute Gelegenheit, scheiterte im kurzen Eck allerdings an MoGoNo-Schlussmann Wierschin.

Nach einem erneuten, schnellen Gegenstoß im Anschluss an einen Ballverlust der Heimelf, war es diesmal Kieß, der den dritten Treffer für gnadenlos effektive Gäste erzielte (76.). Allein auf weiter Flur, ließ er Kittel per Flachschuss erneut keine Abwehrchance. Kurz darauf wurde Fleischer rund 20 Meter vor dem Tor unsanft gestoppt, Seidel legte sich die Kugel zum Freistoß bereit. Wierschin rutschte der scharf getretene Ball durch die Arme, 1:3 (80.). Hätte Kollrich kurz darauf mehr Mut bzw. Übersicht beweisen, wer weiß, ob noch was drin gewesen wäre für die Lok-Kicker.

So aber machte sich der Mann des Spiels, Aleksandre Labadze, in der Schlussminute abermals auf den Weg. Wieder war ein weiter Ball auf den blitzschnellen, georgischen Angreifer der Ausgangspunkt, wieder konnte der bemitleidenswerte Kittel nichts ausrichten (90.). Mit seinem dritten Treffer stellte er gleichzeitig den 4:1-Endstand aus Sicht der Gohliser her, zweifelsfrei machte der abgezockte Labadze an diesem Tag den Unterschied.

Wie bereits eingangs erwähnt, mussten die Engelsdorfer durch die Niederlage den vor zwei Wochen errungenen Platz vier wieder an den SV Tapfer, der sich zu einem 2:1-Heimerfolg gegen Zwenkau II mühte, abgeben. Platz fünf dürfte dem Aufsteiger hingegen nicht mehr zu nehmen sein. Drei Partien bieten die Gelegenheit, in der Endabrechnung vielleicht doch noch einen Rang nach oben zu klettern. Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Sonntag beim Schlusslicht und bereits feststehenden Absteiger KSC 1864 Leipzig. mw

Engelsdorf: Kittel - Brandwein, P. Jacobi, Möchen - Koenigs, Schindler (63. Fleischer), Seidel, Friebel - Weichert (C) - Kollrich, A. Jacobi

Tore: 0:1 Labadze (31.), 0:2 Labadze (45.), 0:3 Kieß (76.), 1:3 Seidel (80.), 1:4 Labadze (90.)

Schiedsrichter: Christian Hasse

Assistenten: Matthias Clement, David Goltz

Zuschauer: 44

Bilder zum Spiel gibt's HIER!


Nach oben