Mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Eintracht Leipzig-Süd sind die Lok-Kicker aus der Winterpause gestartet. Zeigten sich die Gäste im ersten Abschnitt als das bessere Team, so waren die Hausherren nach dem Wechsel klar spielbestimmend, so dass die Punkteteilung letztlich auch absolut in Ordnung ging.

Die erste Möglichkeit für die Gäste gab es nach rund 15 Minuten. Kadens Rückpass geriet zu kurz, so dass ELS-Angreifer John vor Apreck am Ball war, die Kugel zwar an Kittel vorbei, jedoch nicht ins Tor spitzeln konnte. Die Gäste wirkten weiterhin präsenter, was sie nur eine Minute später zum Führungstreffer nutzten. Reiche und Apreck waren sich im Strafraum uneinig, Ibojan erkannte die Situation blitzschnell und vollendete ins lange Eck (16.). Zwei weitere Distanzschüsse der Gäste brachten nichts ein, nach einem Zweikampf von Apreck mit dem Torschützen hatten die Lok-Kicker Glück, dass der Unparteiische nicht auf Strafstoß entschied. Zudem musste einmal der Pfosten herhalten, auch Kittel behielt im Eins-gegen-Eins mit Mayer kühlen Kopf und bewahrte sein Team vor einem höheren Rückstand.

Die erste nennenswerte Möglichkeit für die Gastgeber leitete kurz vorm Pausenpfiff Kaden ein. Sein finaler Pass war allerdings etwas zu lang für Alex Jacobi, so dass nach dessen Abschluss nur ein Eckball heraussprang. Kurz darauf musste Kaden nach einem Zusammenprall vom Feld getragen werden. Bleibt zu hoffen, dass die Knieverletzung keine allzu schwere ist - wir drücken die Daumen!

Nach dem Wechsel ging es mit Möchen für die verletzte Nummer drei der Engelsdorfer weiter. Zudem wurde taktisch einiges umgestellt, was sich direkt mit Wiederanpfiff positiv aufs Spiel der Heimelf auswirken sollte. Koenigs wirbelte nun im Zentrum gemeinsam mit Seidel, Brandwein und Möchen kamen über die Außenpositionen.

Keine zehn Minuten nach Wiederbeginn war es ein Kopfball von Alex Jacobi, der nach Weichert-Ecke noch von einem ELS-Abwehrbein von der Linie geschlagen wurde. Vier Minuten später schickte der Lok-Kapitän Flügelflitzer Brandwein in den Sechzehner. Mit einem Bodycheck wurde dieser "auf die Bretter" geschickt, folgerichtig zeigte Referee Zander auf den Punkt. Der zuletzt sehr sichere Seidel lief an, ELS-Keeper Neumann ahnte allerdings die Ecke und entschärfte somit den Elfmeter.

Doch davon ließen sich die Lok-Kicker keinesfalls entmutigen. Ganz im Gegenteil. Geduldig jedoch zielstrebig wurde weiter der Weg nach vorne gesucht. Geburtstagskind Brandenburger hatte nach klasse Jacobi-Vorarbeit den längst überfälligen Ausgleich auf dem Schlappen, auch wenige Minuten später hatte der Angreifer im Abschluss kein Glück. Entlastungsangriffe der Gäste waren Mangelware. Rutschte doch mal ein Ball durch, zeigten sich der starke Thümmler sowie auch seine beiden Nebenleute Apreck und Reiche absolut auf der Höhe.

Unermüdlich probierten es die Engelsdorfer weiter und belohnten sich kurz vor Ende der Partie dann doch noch. Einen Freistoß aus dem Halbfeld brachte Weichert butterweich nach innen, Brandwein hatte im Strafraum das beste Timing und köpfte unhaltbar per Bogenlampe zum mehr als verdienten 1:1 ein (89.).

Weiter geht's am kommenden Sonntag mit der Auswärtspartie beim SV Lipsia 93 Eutritzsch II. Anstoß an der Thaerstraße ist - so der Wettergott will - 14 Uhr. mw

Engelsdorf: Kittel - Reiche, Apreck,Thümmler - Koenigs, Kaden (46. Möchen), Seidel, Brandwein - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger (91. Jama)

Tore: 0:1 Ibojan (16.), 1:1 Brandwein (89.)

Schiedsrichter: Sebastian Zander

Assistenten: Robert Thieme, Reinhard Franke

Zuschauer: 35

 
Bilder zur Partie gibt's HIER!

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